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Helischool - die virtuelle Flugschule

Sonderseite RTF-Heli

RTF = ready to fly, bedeutet: Auspacken und Fliegen.

 

Schlechte Erfahrung
Aus der Packung kommen ein Heli, eine Fernsteuerung, Ladegerät und Akku. Etwas Werkzeug liegt auch dabei. Die beiliegende Betriebsanleitung ist in englisch und mehr oder weniger eine Aufzählung der Bedienelemente des Senders.  Aber was verstehen wir z.B. unter Exponential adjustment / Throttle curve, oder CCPM / normal?
Auch die Beschreibung der Steuerbewegungen im 'Inverted Flight Mode' sagt einem Einsteiger überhaupt nichts, zumal der Heli nicht mal 'inverted' abgebildet ist, sondern in 'Normalfluglage'...
Soviel zur Bedienungsanleitung.

Der Heli ist ready to fly?

Nein! Das hier aus dem Originalkarton entnommene Modell war fertig zum wahrscheinlich letzten Flug seines Lebens.
Hier kam es, zum Glück, in die erfahrenen Hände der Helischool und wurde erst mal inspiziert. Das Ergebnis der kurzen Prüfung: Nicht einsatzbereit!





So ist es besser

 

 

  • Das Modell ist absolut hecklastig.





    Es fehlen 60 Gramm Gewicht, die im Bereich des Akkus für den korrekten Schwerpunkt sorgen würden. Das sind fast 10% des Gesamtgewichtes! Ein Flug wäre für Einsteiger zu unruhig geworden.




  • Der Spurlauffehler der Rotorblätter beträgt an den Blattspitzen etwa 1,5 cm.
    Der Heli vibriert bei unterschiedlichen Drehzahlen in allen Teilen sehr heftig.




  • Die Rotorblätter sind unterschiedlich fest geschraubt.
    Das eine sehr lose, das andere knallhart. Das führt ebenfalls zu heftigen Vibrationen, da das festgezogene Blatt sich nicht selbst ausrichten kann. Das lose Blatt klappt gerne kurz vor Stillstand ein und die entstehende Unwucht wirft den Heli um.



  • Die Antenne ist nicht fertig montiert.
    Die Empfangsantenne ist am Heli aufgewickelt und hätte so nur wenige Meter Empfang! Sie muss vor dem ersten Flug mit Hilfe des Kunststoffrohres an der Kufenhalterung und den Gummiringen möglichst weit von den metallischen Teilen ausgespannt werden.

 

 

Richtige Vorbereitung zum Flug

Schwerpunkt trimmen

Das ist mit etwas Blei, einer großen Metallschraube oder ähnlichem schnell erledigt. Wichtig ist nur, dieses Gewicht soweit wie möglich an die Spitze des Helis zu bringen. Mit Klebeband oder Kabelbinder ist das gut an der Akkuauflage zu befestigen. Bitte darauf achten, dass der Akku nicht daran scheuern kann! Das letzte i-Tüpfelchen könnte man mit Knetmasse in der Haubenspitze austrimmen.

 

Rotorblätter richtig anschrauben

Mit dem beiliegenden Schlüssel werden die beiden Schrauben soweit angezogen, dass die Blätter nicht mehr von alleine einknicken wenn die Paddelstange zügig bewegt wird.  Etwas mehr  schadet nicht. Sollte aber beim Hochlaufen des Antriebes das Schütteln nicht enden, sollte man die Schrauben wieder etwas lockern.

 

Spurlauf einstellen

Fliegen mit Spurlauffehler führt zu Schwingungen,  Vibrationen und unpräziser Steuerung. Das kann sich aufschaukeln und den Heli zerstören. Niemand fliegt seinen Heli mit einem sichtbaren Spurlauffehler!
Zum Aufspüren des Fehlers wird der Heli, mit der Methode aus Lektion 1 am Boden, oder Tisch befestigt. Nun den Sender einschalten, den Pitch-Knüppel ganz zurück ziehen, Batterie anklemmen und den Rotor bis zur Mittelstellung des Pitches hochlaufen lassen. Fliegt ein Blatt höher als das andere, so merken wir uns die Farbe.

Heli abschalten, Batterie wieder abklemmen.
Das zu hoch fliegende Blatt drehen wir so, dass es rechts von uns ist. Nun die hier markierte Spurstange an einer Seite vom Kugelgelenk abziehen und 2 Umdrehungen im Uhrzeigersinn verkürzen. Die Plastikösen sind auf der Spurstange aufgeschraubt und lassen sich damit fein justieren.

Nun den Probelauf wiederholen und so lange trimmen, bis der Spurlauf exakt ist. Bei 1,5cm benötigte ich 5 Umdrehungen.

Heckrotor schnell defekt - Hilfe

Das Ritzel des Heckantriebes ist nach fünf Flügen schon defekt. Symtom: Der Heli beginnt sich im Kreis zu drehen und der Heckrotor verliert stark Drehzahl beim Steuern. Versuche sofort eine weiche Landung und  nehme bei Bodenkontakt sofort den Pitch ganz zurück.

Reparatur. Diese wird besser schon vor dem ersten Flug durchgeführt. Dann hält das Ritzel sehr viel länger!

 

  • Zuerst Batterie abklemmen.

  • Das benötigte Werkzeug:
    Seitenschneider um die Kabelbinder zu lösen,
    kleiner, gut passender Kreuzschlitzschraubendreher,
    Sekundenkleber
    Kabelbinder zum Wiederbefestigen des Empfängers.

    Den Kreisel von seinem Platz entfernen und das Klebepad vom Chassis lösen.
    Den Kabelbinder am Empfänger durchtrennen.







  • elf Schrauben am Chassis lösen
    zwei Schrauben an den Heckrohrstützen entfernen






  • Das Chassis vorsichtig aufdrücken, Heckrohr und die Antriebswelle herausnehmen





  • Kugellager, Scheibe und Plastikabstandhalter von der Welle nehmen







  • Das Ritzel fast abziehen und die Welle mit Sekundenkleber benetzen


  • Sofort das Ritzel unter Drehbewegung an seinen Platz auf den Mitnehmerstift schieben und zehn Sekunden fest anpressen.

  • Dann die Schiebehülse aufschieben und das Kugellager. Unten kommt das Kugellager.
    Bei meinem 36er muss die Beilagscheibe unten, ganz aussen sein, damit das Zahnrad mit dem Hauptantriebsrad besser fluchtet.

Nun alles wieder einbauen und alle Schrauben mit Gefühl anziehen - es ist nur weicher Kunststoff!
Nicht vergessen den Riemen vorher über die Welle zu schieben. Wenn man ihn in Pfeilrichtung zieht, muss sich der Heckrotor richtig herum drehen.Durch feines Aus-und Einschieben, wird während des Schraubenanziehens die Heckriemenspannung justiert. Richtig ist sie, wenn mit  leichtem Druck eines Schraubendrehers der  Riemen sich gerade mal 90 Grad verdrehen lässt.

Geben wir dem Kleber noch eine Nacht zum Aushärten und unser Heli ist wieder einsatzbereit!

Inzwischen können am Simulator die Lektionen schon mal geflogen werden ;-)

 

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